ThyssenKrupp Steel
Mit RFID von Brasilien ins Ruhrgebiet
ThyssenKrupp Steel setzt für die Transportlogistik im neuen Stahlwerk in Brasilien auf eine RFID-Lösung und eine AutoID-/Right Time Enterprise Services (RES)-Plattform von T-Systems.
In seinem neuen Hüttenwerk in Brasilien produziert der ThyssenKrupp-Konzern unter anderem mehrere Meter lange und durchschnittlich 20 Tonnen schwere Stahl-„Brammen“. Von dort aus transportiert Deutschlands größter Stahlhersteller die Stahlblöcke zur Weiterverarbeitung in Walzwerke in den USA sowie nach Duisburg und Bochum. Für den langen Seeweg und den damit verbundenen komplexen Logistikprozess nutzt ThyssenKrupp mit RFID (Radio Frequency Identification) eine Funk-Identifikationstechnologie, die die Stahltransporte beschleunigt und vereinfacht. Dabei erstellt ein spezieller Drucker für jede Bramme einen RFID-Tag, den Mitarbeiter dann auf den Stahl kleben. Die Kräne nehmen den Rohstahl auf und die am Kran befestigten Lesegeräte erfassen ID, Verladezeitpunkt sowie Ablageort der Bramme.
Weltweiter Logistik-Datenverkehr wird von zentraler Plattform aus gesteuert
Jedes Verladeereignis wird im zentralen AutoID-/Right Time Enterprise Services (RES)-System von T-Systems abgelegt. Über diese in einem Frankfurter Rechenzentrum von T-Systems angesiedelte Plattform läuft der gesamte Datenverkehr. Von hier aus kann T-Systems alle RFID-Lesepunkte weltweit fernsteuern. Server aus Frankfurt verantworten auch die Konfiguration der RFID-Geräte und sichern die weltweite Eindeutigkeit der ID-Nummern. Die Mitarbeiter von ThyssenKrupp können über standardisierte Schnittstellen überall und jederzeit auf die Daten zugreifen.
Die RFID-Lösung beschleunigt die logistischen Abläufe und sorgt für Kosteneinsparungen durch verkürzte Verladezeiten in Häfen. Zudem erhöht sie die Sicherheit der Mitarbeiter auf dem Hafengelände: Durch die automatische Erfassungstechnik in Kombination mit magnetischen Lasthebemitteln müssen die Hafenarbeiter sich nicht mehr im Laderaum des Schiffs aufhalten.
Detailinformationen zur Referenz ThyssenKrupp Steel
Der Kunde
- Integrierter Werkstoff- und Technologiekonzern
- Deutschlands größter Stahlhersteller
- Produziert hochwertigen Qualitätsflachstahl sowie rost-, säure- und hitzebeständigen Stahl
- Produziert Hochleistungswerkstoffe wie Nickellegierungen und Titan
- Rund 177.000 Mitarbeiter in 80 Ländern
- Mehr als 42 Milliarden Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2009/2010
Die Aufgabe
- Brammen (Stahlblöcke) in der weltweiten Lieferkette lückenlos nachverfolgen
- Automatisiertes Einlesen von Identifikationsnummern per RFID unterstützen
- Liegezeiten an Ausgangs- und Zielhäfen verkürzen
- Zentrales Management der Endgeräte und Server von Deutschland aus
- Jederzeit Zugriff auf Daten jedes einzelnen Stahlblocks sicherstellen
Die Lösung
- Einrichtung von RFID-Beschriftungsstandorten in Brasilien und Deutschland
- EPCIS-Management (elektronischer Produktcode) für jede Bramme
- Zentrale AutoID-Plattform für die Erfassung und Verarbeitung der Daten
- Lesegeräte erfassen ID, Verladezeitpunkt und Ablageort
- Fernwartung/Service für lokale Endgeräte und Server
- Gerätesteuerung und Antenne bei jedem Kunden
Der Kundennutzen
- Beschleunigung aller logistischen Abläufe durch RFID-Lösung
- Klare Identifikation der Brammen und Transparenz über ihre Transportwege
- Schnelleres Be- und Entladen von Schiffen führt zu deutlich geringeren Liegegebühren
- ThyssenKrupp-Mitarbeiter haben über standardisierte Schnittstellen jederzeit Zugriff auf Transport-Daten
- Automatische Erfassungstechnik erhöht Sicherheit des Hafenpersonals