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Öffentlicher Sektor
Bürgernaher Service mit modernisiertem Voice-over-IP Netzwerk
T-Systems machte das bisher reine Datennetz sprachtauglich und integrierte in die vorhandene Telefonanlage eine Unified Communications-Lösung von Cisco.
Auf einen Blick
Die Deutsche Rentenversicherung Schwaben ist der regional zuständige Träger der gesetzlichen Rentenversicherung im Regierungsbezirk Schwaben. Die DRV Schwaben versteht sich als Dienstleistungsorganisation für gesetzlich Versicherte, Rentner und deren Hinterbliebene. Sie ist zuständig für Rehabilitationsmaßnahmen sowie für Versicherten- und Hinterbliebenenrenten.
Rund 1.100 Mitarbeiter betreuen mehr als 826.000 Menschen. 2006 führte die DRV Schwaben knapp 63.300 individuelle Beratungsgespräche, erteilte fast 326.000 Versicherungsinformationen und übersandte mehr als 60.000 Versicherungsverläufe. Der Dienstleister ist zudem internationale Verbindungsstelle zu Italien, Marokko, Tunesien und Malta sowie Betreiber von vier Rehabilitationskliniken und einem Krankenhaus.
- Bürgernaher Service dank verbesserter Erreichbarkeit
- Mehr Telefonkomfort, steigende Produktivität
- Höhere Energieeffizienz, vereinfachtes Management
- Plattform für Konsolidierung: Netzwerk wird Treiber für Green IT
- Kapitalkostenersparnis bei umfassendem Investitionsschutz
Aufgabe
Im Zuge der bundesweiten Organisationsreform der Deutschen Rentenversicherung nehmen die Beratungsaufgaben zu. Gleichzeitig müssen die öffentlichen Rentenversicherungsträger laut Sozialgesetzbuch ihre Verwaltungs- und Verfahrenskosten von 2004 bis 2010 um 10 Prozent senken. Ein neuer Service-Standort mit rund 40 Mitarbeitern in Augsburg und in einer Außenstelle in Kempten sollte kostengünstig mit innovativen Kommunikationsdiensten versorgt werden.
Die DRV Schwaben beauftragte T-Systems mit der Planung und Realisierung des gesamten Projekts. T-Systems arbeitet seit Jahren mit Cisco zusammen und besitzt ausgewiesene Kompetenz sowohl für Unified Communications als auch für konvergente IP-Netzwerke.
Lösung
T-Systems entwickelte eine Lösung, die Investitionsschutz, Verfügbarkeit und Kostenersparnis gewährleistet sowie besseren Service ermöglicht: Das bestehende Cisco-Netzwerk wurde mit neuen Catalyst Switches modernisiert und Voice-over-IP-fähig gemacht. Die darauf basierende Cisco Unified Communications-Lösung ließ sich nahtlos in die vorhandene Telefonanlagen-Umgebung integrieren. Alle diesbezüglichen Investitionen bleiben dauerhaft geschützt.
Netzwerk auf Voice-over-IP umgestellt.
„Telefoniert wird an beiden neuen Servicestandorten ausschließlich per Voice-over-IP über unser konvergentes Cisco-Netzwerk“, erläutert Ludwig Wiedemann, Referatsleiter Informationstechnik in der Augsburger Hauptverwaltung der DRV Schwaben. Statt einer Anbindung an die zentrale Telefonanlage wird der Cisco Unified Communications Manager als virtuelle Nebenstellenanlage genutzt.
Alle Gespräche zwischen Hauptverwaltung und Servicestandort laufen über ohnehin vorhandene Datenleitungen. Die Außenstelle Kempten ist mit einer DSL-Leitung mit der Hauptverwaltung verbunden.
Erreichbarkeit und Service verbessert.
Im Unified Communications-Szenario werden Telefongespräche und im Prinzip auch Videobilder wie „normale“ Computerdaten über ein gemeinsames Netzwerk transportiert, nämlich als digitale Informationspäckchen gemäß Internetprotokoll (IP). Vorfahrt für die Sprachübertragung ist die Grundvoraussetzung für hervorragende Telefonqualität in einem konvergenten Netz: Mit den neuen Cisco-Switches wurde die sogenannte Dienstgüte im Zubringernetz der DRV Schwaben realisiert. Damit erhalten Echtzeit-Datenströme Vorrang vor weniger zeitkritischem Netzverkehr wie beispielsweise E-Mail. Computer-Telefon-Integration (CTI) lässt sich sehr viel einfacher bewerkstelligen als bei technologisch getrennten Daten-und Telefonnetzwerken.
Bei der DRV Schwaben erlaubt ein einfaches Makro, dass Rufnummern per Mausklick direkt aus verschiedensten PC-Anwendungen heraus gewählt werden können. Eine individuell programmierte Weiterleitungsfunktion, wie sie sonst nur im professionellen Call-Center-Umfeld anzutreffen ist, sorgt dafür, dass kein Anruf unbeantwortet bleibt.
Insgesamt sind mehr als 100 moderne IP-Telefone von Cisco installiert, die dank Power-over-Ethernet vom Netzwerk mit Energie versorgt werden. Investitionen für zusätzliche Steckdosen sind daher nicht erforderlich. Auch die 45 Mitarbeiter des IT-Referats telefonieren per Voice-over-IP. Mit dem Cisco IP Communicator – einem softwarebasierenden Telefon auf ihrem Notebook – haben die IT-Service-Mitarbeiter auch während eines Meetings im Konferenzzimmer alle Anrufe jederzeit im Blick. In dringenden Fällen können sie sofort reagieren und mögliche Störungen somit schneller beheben.
Der Kommunikationskomfort und die Erreichbarkeit haben sich spürbar verbessert – das wirkt sich natürlich auch positiv auf die Mitarbeiter aus.
Effizienz gesteigert.
Ein weiterer Schwerpunkt der Netzwerkmodernisierung lag auf höherer Energieeffizienz und vereinfachtem IT-Management. „Das Cisco Netzwerk bietet mit weniger Geräten deutlich mehr Leistung“, führt Ludwig Wiedemann aus. „Wir verbrauchen weniger Strom, sparen Energiekosten und – was uns besonders wichtig ist – verursachen nachhaltig weniger IT-bedingte CO2-Emissionen. Das hochverfügbare Netzwerk ermöglichte uns die Konsolidierung von 51 physischen auf sechs virtuelle Server. Wir nutzen verfügbare Ressourcen ebenso kosten- wie energieeffizient aus und vereinfachen das Management der gesamten IT-Infrastruktur zugleich extrem.“
So wird die DRV Schwaben künftige Erweiterungen der Kommunikationsinfrastruktur nur noch auf Basis von Voice-over-IP realisieren, fasst IT-Chef Ludwig Wiedemann zusammen: „Herkömmliche ‚Nur-Telefonanlagen‘ passen nicht mehr in eine serviceorientierte Behörde oder in ein zukunftsorientiertes Unternehmen.“

