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Smart Metering als Basis für Smart Grid

16. Februar 2010

2010 startet in der T-City der Aufbau eines intelligenten Stromnetzes, eines Smart Grids, das Energieverbrauch und -erzeugung weitgehend aufeinander abstimmen soll.
Derzeit statten T-Systems und die Technischen Werke Friedrichshafen (TWF) die Stadtteile Oberhof und Windhag mit intelligenten Strom- und Gaszählern (Smart Metern) aus. Die digitalen Zähler senden die Verbrauchsdaten per Funk oder DSLDSL
Digital Subscriber Line, zu deutsch: digitale Teilnehmerleitung. Eine Technologie, mit der hohe Übertragungsbandbreiten für Privatwohnungen und kleine Unternehmen über gewöhnliche Kupfertelefonleitungen verfügbar gemacht werden können. Siehe auch ADSL.
an die TWF. Eine Software verarbeitet die Informationen und stellt sie dem Kunden in einem personalisierten Internetportal zur Verfügung – auf Wunsch sogar im 15-Minuten-Takt. Der Kunde hat so seinen Energieverbrauch immer im Blick und kann ihn entsprechend beeinflussen.
Mit dem Einbau der Smart Meter geht die T-City Friedrichshafen den ersten Schritt in Richtung Smart Grid. Dabei gilt es, Stromnetze mit Kommunikationslösungen zu versehen, um so Angebot und Nachfrage besser aufeinander abstimmen zu können. Das ist vor allem deshalb notwendig, weil das Management unserer Stromnetze immer komplexer wird: Denn zum einen speisen mehr und mehr Privathaushalte ihren eigenen Strom aus Solar- oder Windkraftanlagen in das Netz ein, und zum anderen steigt auch bei den großen Energieversorgern der Anteil regenerativer Energien. Diese lassen sich jedoch nur schwer kalkulieren. Denn ob und wie viel Strom beispielsweise die Photovoltaik-Anlage und die drei kleinen Laufflusskraftwerke in Oberhof produzieren, hängt vom Wetter ab. Derartige Produktionsschwankungen könnte das intelligente Stromnetz ausgleichen, indem zentrale und dezentrale Erzeuger in einem virtuellen Kraftwerk zusammengefasst werden. Auch der Kunde hat künftig etwas davon, dass er sein Verhalten ändert, weiß Stefan Söchtig, Geschäftsführer der TWF und T-City-Projektleiter seitens der Stadt: „Zum Beispiel, indem wir den Kunden durch einen günstigen Tarif dafür belohnen, dass er einen Teil seines Verbrauchs in Schwachlastzeiten verschiebt. Dadurch hilft er auch der Umwelt, weil in Spitzenzeiten weniger Kraftwerke mit hohem CO2-Austoß zugeschaltet werden müssen.“

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