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Bis ins hohe Alter selbstbestimmt

13. November 2008

Damit sich alleine lebende Senioren zuhause sicher fühlen, entwickelt T-Systems zusammen mit Partnern ein intelligentes Notfallsystem im Duisburger inHaus2. Das „intelligente“ Gebäude steht unter der Federführung des Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS.
Deutschland wird älter. Damit werden personelle und monetäre Ressourcen für die wachsende Zahl von Pflegebedürftigen zusehends knapper. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat deshalb mit E-Health@Home ein Projekt bewilligt, das Geschäftsmodelle für den Einsatz von sogenannten Ambient Assisted Services bewertet und gestaltet. Diese Services steigern die Lebensqualität älterer Menschen, senken Pflege- und Krankheitskosten und entlasten die Betreuer.
Als Beispiel hierfür entwickelt T-Systems im Rahmen von inHaus2 zusammen mit Wirtschaftspartnern und Fraunhofer-Instituten ein intelligentes Notfallsystem, das flexibel auf die Bedürfnisse der Nutzer reagiert. Die ersten Ergebnisse des Projektes werden für Anfang 2009, nach Beendigung des Vorprojektes erwartet. Das neue Notfallsystem soll sich von einer klassischen Alarmierung vor allem durch ein abgestuftes Meldeverfahren unterscheiden. So erhält der Rettungsdienst nur im Extremfall einen Alarm, ansonsten benachrichtigt die Lösung die Angehörigen, Nachbarn oder einen Pflegedienst. Damit bleibt das Notfallsystem auch für die Oma bezahlbar. Der Alarm erfolgt auf einem vorher vereinbarten Kontaktweg, zum Beispiel per SMS, E-Mail oder Fax.

Die Wanne ist voll

Um beispielsweise die vertraute Umgebung dementer Menschen sicher zu gestalten, lassen sich durch intelligente Vernetzung Haushaltsgeräte über den Computer steuern. So kann ein internetfähiger PC durch seine Verbindung zur Herdplatte diese bei Überhitzung automatisch abschalten oder die Badewanne abstellen, wenn jemand dies vergessen hat.
Landbewohner mit chronischen Wunden sparen sich künftig die mühsame Anfahrt zum Arzt. Sie schicken einfach mit dem Handy ein Foto vom Heilungsprozess an seine Praxis. In Kombination mit einer speziellen Software reicht dies häufig für die Diagnose aus. Umgekehrt gewinnt damit der Arzt wertvolle Zeit, weil er weniger zum Patienten aufs Land fahren muss.
Das Notfallsystem löst darüber hinaus automatisch einen Alarm aus, wenn Gewicht, Blutdruck und Herzfrequenz eines Herzinsuffizienz-Patienten laut einer an den heimischen Fernseher oder das Handy angeschlossenen Messsoftware nicht mit den vorgegebenen Sollwerten übereinstimmen. Die Lösung übermittelt die Daten automatisch an einen medizinischen Dienstleister. Außerdem sendet das System einen Alarm, wenn es über einen gewissen Zeitraum keine Bewegung einer Person in ihrem Zuhause mehr feststellt.

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