Sie sind hier:
„SOA ist mehr als nur eine Technologie, es ist auch ein Organisationsprinzip“
Linda Strick, Leiterin des SOA-Labors beim Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikations- systeme in Berlin
Von Anfang bis Ende
Wie bewegliche Lettern
Serviceorientierte Architekturen (SOA) machen Geschäftsprozesse flexibler. T-Systems erstellt SOA-Systeme so, dass sie das Geschäft von Anfang bis Ende verwalten.

Nach nur ein paar Minuten Wartezeit kann ein Kunde bereits mobil telefonieren, wenn er einen neuen Vertrag mit einem Mobilfunkanbieter abschließt. Besonders schnell beim Freischalten von Neukunden ist der Anbieter E-Plus. Denn dort überwacht seit ein paar Monaten die Software-Komponente „Auftrags-Priorisierung“, welche Arbeitsprozesse in welchem Moment Vorrang haben. Und ganz oben auf der Liste stehen dabei Neukunden.
Von Anfang bis Ende
Die zentrale Integrationsplattform bei Deutschlands drittgrößtem Mobilfunkanbieter stammt von T-Systems. Sie wurde erstellt nach den Vorgaben des „SOA End-to-End-Managements“. „End-to-End heißt, dass das System sämtliche Prozesse des Anwenders von Anfang bis Ende zentral verwaltet“, erklärt der Projektleiter Christoph Nießen. SOA steht dabei für „serviceorientierte Architektur“, und dahinter verbirgt sich der wichtigste moderne Organisationsansatz für komplexe
ITIT (= Information Technology)
Informationstechnik oder Information Technology (IT) ist ein Oberbegriff für die Informations- und Datenverarbeitung sowie für die dafür benötigte Hard- und Software.
-Systeme. Die Grundidee dahinter ist eigentlich simpel: Während früher Anwender häufig ihre Geschäftsprozesse der IT anpassen mussten, gehen IT-Experten beim Aufbau von SOA-Systemen genau anders herum vor. Die Geschäftsprozesse eines Unternehmens werden in einzelne Arbeitschritte zerlegt, so genannte Services. Und für jeden dieser Services erstellen die Architekten dann eine einzelne Softwarekomponente oder einen Teil einer Applikation. Die einzelnen Komponenten kommunizieren dabei über eine zentrale Softwarekomponente, den so genannten Enterprise Service Bus (ESB).
Geschäftsprozesse modellieren
Dieser modulare Aufbau der IT-Landschaft hat mehrere Vorteile. „Ein SOA-System verhält sich zu herkömmlichen IT-Landschaften wie eine Buchdruckpresse mit beweglichen Lettern zu Maschinen mit festen, gegossenen Druckplatten“, sagt Prof. Dr. Johannes Siedersleben, bei T-Systems Chef-Softwarearchitekt und Leiter des Querschnittsbereichs „Horizontal and Architecture“. Ähnlich wie die Lettern lassen sich die Services schnell neu anordnen. Die Anwender können so damit immer wieder neue Geschäftsprozesse modellieren und Produkte auf den Markt bringen.
Im Geschäft mit SOA-Systemen präsentiert sich T-Systems als einer der führenden Anbieter. „Wir vereinen Erfahrung, Branchen- und Technologiekompetenz über die komplette Wertschöpfungskette“, sagt Evgeni Dimitrov, der bei dem Anbieter das Innovationsprojekt „SOA End-to-End-Management“ leitet. „Bei dem von T-Systems entwickelten Vorgehensmodell stehen die geschäftlichen Anforderungen der Kunden im Vordergrund“, fügt sein Kollege Stefan Rössler hinzu. Und wenn sich Kunden auf diese Weise ihre Geschäftsprozesse und IT-Landschaften an die SOA-Prinzipien anpassen lassen, schaffen sie damit die Voraussetzungen für den nächsten Schritt: für Real ICT. Denn über die standardisierten SOA-Schnittstellen lassen sich Informationstechnologie und Telekommunikation problemlos zusammenführen.
Lesen Sie mehr über die Möglichkeiten von SOA in der aktuellen Print-Ausgabe.

