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Von der Spülmaschine in den Weltraum und zurück

Zwei Dutzend Digital Natives aus aller Welt erfanden sechs Wochen lang in der Berliner Malzfabrik die Arbeitswelt von morgen. Das Innovations-Camp mit dem galaktischen Namen des Sternhaufens “Palomar5” führte innovative Webfans in Berlin zusammen, um über die Zukunft der Arbeitswelt nachzudenken.
Den Organisatoren ging es nicht darum, die 19- bis 30-Jährigen aus Nordamerika, Mexiko, Indien, Australien, Russland und Westeuropa ganz schnell ein paar neue Gadgets erfinden zu lassen, die rasch den Weg in die Elektronikmärkte finden. Palomar5 sollte vielmehr junge und begeisterte Web-Fans versammeln, die eigene Projekte konzipieren, nach Lösungen suchen, Prototypen fertig stellen und der Öffentlichkeit präsentieren. Die “Residents“, wie sich nennen, also die Bewohner, sollten selbst entscheiden, woran sie gemeinsam werkeln und wie sie sich organisieren. Dazu lassen ihnen die Initiatoren – unterstützt vom Hauptsponsor Deutsche Telekom, der die Denkfabrik auch 2010 unterstützen will – vor allem eines: Die Freiheit, auf zwei Fabrik-Etagen und 2000 Quadratmetern ihre eigene Agenda zu setzen. Inklusive Debatten über die korrekte Befüllung von Spülmaschinen…

Greifbare Visionen

Auch Kosta Grammatis gehörte dazu: „Wir wollen den fünf Milliarden Menschen weltweit, die noch offline sind, einen kostenlosen Internet-Zugang bereitstellen”, beschreibt der 24-jährige Amerikaner seine Vision. Er leitet das Team der Human Right Initiative Samara Network (www.ahumanright.org), das sich hochfliegende Ziele setzt: Mit über 16 Satelliten wollen Kosta & Co. auch entlegene Weltregionen mit 256 Kilobit/s ans Netz bringen. “Durch uns soll Afrika endlich im 21. Jahrhundert ankommen.“ Wachtraum? Hirngespinst? Kosta schmunzelt. “Das dauert weniger als fünf Jahre, Sie werden sehen. Wir sprechen bereits mit multinationalen Organisationen, der erste Test-Satellit wurde bereits am11. Juli gestartet. Und er hat funktioniert.” Inzwischen ist das Projekt unter www.ahumanright.org für jedermann einsehbar.
Mehr zum Thema Palomar5 erfahren Sie in der neuen Ausgabe von Best Practice.