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Den Desktop im Visier

7. September 2010

Der Markt für virtuelle Desktops boomt: Nach Schätzungen von Gartner waren 2009 bereits bei 500.000 PCs die Applikationen nicht lokal installiert. Sie wurden im Rechenzentrum eines IT-Dienstleisters gehostet und den Nutzern in einer Private Cloud zur Verfügung gestellt. Laut Gartner soll der Markt bis 2012 auf bis zu 49 Millionen virtuelle Desktops wachsen. Bis heute hat allein T-Systems schon über 100.000 IT-Arbeitsplätze virtualisiert. Dazu hier Stefan Wagner von T-Systems und Thomas Müller von Visionapp im Gespräch. Visionapp ist ein weltweit führender Anbieter von Lösungen zur zentralen Bereitstellung von IT-Anwendungen und strategischer Partner von T-Systems.
Stefan Wagner: Unternehmen, die ITIT (= Information Technology)
Informationstechnik oder Information Technology (IT) ist ein Oberbegriff für die Informations- und Datenverarbeitung sowie für die dafür benötigte Hard- und Software. 
-Arbeitsplätze virtuell abbilden wollen, müssen das Thema ganzheitlich betrachten. Klassische Desktops, so genannte Fat Clients, erfordern umfangreichen Service und Support. Betreibt der IT-Dienstleister die Anwendungen hingegen in einem Rechenzentrum und stellt sie virtuell übers Netz bereit, sinkt für den Nutzer der Aufwand für das Management seiner IT-Arbeitsplätze. Noch mehr Kosten sparen Unternehmen, die neben den Applikationen ihre gesamte IT-Infrastruktur in die Virtualisierungsstrategie mit einbeziehen.
Thomas Müller: Das ist richtig. Wir sehen heute, dass die in den 90er Jahren begonnene Dezentralisierung der IT zu wenig effizienten Betriebsmodellen geführt hat. Derzeit sind immer mehr Mitarbeiter erforderlich, um Anwendungen sowie die Server und Speichersysteme zu betreuen und am Laufen zu halten. Das führt zu hohen Kosten. Deshalb müssen die Firmen nach Alternativen Ausschau halten.
Stefan Wagner: Die erheblichen IT-Kosten als Folge dieses dezentralen Betriebsmodells sind aber nur die eine Seite: Hinzu kommen zum Beispiel rechtliche Vorgaben, an die sich Firmen halten müssen. Wer zum Beispiel in seinen PC veraltete Software einsetzt, die der Hersteller nicht mehr unterstützt, riskiert Sicherheitslücken und erhöht das Betriebsrisiko. Darüber hinaus steht in vielen Firmen in naher Zukunft ein Wechsel auf neue Betriebssysteme wie Windows 7 an. Hier gilt es zu überlegen, ob die neuen Applikationen wieder dezentral installiert werden sollen oder ob das Unternehmen neue Wege geht. Virtualisierung ist hier Chance und Schlüsseltechnologie zugleich und bietet gleich mehrfaches Einsparpotenzial.

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