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Serie Green ICT

Ökonomie und Ökologie im Gleichgewicht

26. Juni 2009

Das Thema „Green IT“ – bei T-Systems aufgrund der leistungsstarken Verbindung von Informations- und Kommunikationstechnologien „Green ICT“ – ist in fast aller Munde. Doch wie sehr hat es sich schon durchgesetzt? Wie grün sind die deutschen Unternehmen wirklich? Andreas Zilch, Vorstand der Experton Group, stellte sich den Fragen der Online Redaktion.
Herr Zilch, wie definiert die Experton Group Green IT?
Green IT ist eine gleichgewichtige Kombination aus Ökonomie und Ökologie. Vor allem in Zeiten der Wirtschaftskrise erfolgen Investitionen sicher nicht allein wegen des Umweltschutzes, die Wirtschaftlichkeit ist die primäre Steuergröße. Wir sehen das Thema Green IT im Gegensatz zu anderen Marktteilnehmern nicht in der komplexen, volkswirtschaftlichen „“Ende zu Ende“ Dimension (also von der Produktion bis zur Entsorgung), da wir diese für die Investitionsentscheidung eines Unternehmens für nicht praktikabel halten. Vielmehr konzentrieren wir uns auf den primären Lebenszyklus von IT-Systemen, das heißt von der Installation bis zum Betrieb. Was wird da an Energie verbraucht, an Wärme erzeugt und so weiter?
Wo besteht besonderer Handlungsbedarf?
Wir haben zwei Studien zu Green IT in Deutschland durchgeführt. Die zweite wird jetzt gerade veröffentlicht. Dabei stellen wir fest, dass das Thema Stromverbrauch und -kosten noch immer nicht im notwendigen Maße im IT-Bereich angekommen ist. Grund: Der IT-Leiter ist in fast allen deutschen Unternehmen nicht für die Stromkosten verantwortlich. Da fehlt der Anreiz, sich darum zu kümmern. Leider denken die wenigsten CIOs hier ganzheitlich, obwohl es auch schon rühmliche Ausnahmen gibt.
Wie weit ist denn das Thema „Green IT“ in den Unternehmen überhaupt schon angekommen?
Das Thema ist noch nicht so weit verbreitet, wie es sein müsste. Aber es gibt durchaus schon Best-Practice-Beispiele wie Bosch Siemens Hausgeräte. Das Unternehmen produziert nicht nur energiesparende Waschmaschinen und Kühlschränke, sondern lebt den Umweltgedanken auch in der IT konsequent. Bosch Siemens Hausgeräte spart aufgrund einer konsolidierten SAP-Landschaft und Server-Virtualisierung, unter anderem in einem Rechenzentrum von T-Systems, jährlich 793 Tonnen CO2. Das ist aus meiner Sicht derzeit das beste Beispiel für Nachhaltigkeit in der IT und wirtschaftlichen Einsatz von Green IT.

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