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Miteinander fährt man besser
7. August 2009
Die Wirtschaftskrise ordnet die Automobilbranche neu: Nur anpassungsfähige Unternehmen sind der schwierigen Situation gewachsen. Wie aber schaffen es die Branchenakteure, überholte Handlungs- und Denkroutinen zu überwinden? Stellung dazu nimmt Professor Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Inhaber des Lehrstuhls für Automobilwirtschaft und Direktor des CAR-Instituts an der Universität Duisburg-Essen – hier im Interview.

Herr Professor Dudenhöffer, welche Trends lassen sich aktuell in der Zusammenarbeit zwischen Automobilherstellern und ihren Zulieferern beobachten?
Die momentane Situation fordert eine außerordentlich flexible Zusammenarbeit aller Beteiligten. Autobauer und Zulieferer haben heute in der Entwicklungs- und Produktionsauslastung mit extremen Schwankungen zu kämpfen. Ein großer Teil der Wertschöpfung findet ja in den vorgelagerten Betrieben und bei deren Unterlieferanten statt. Die Akteure müssen lernen, in flexibler Kooperation Kapazitätsspitzen abzudecken ohne Entwicklungs- und Produktionspotenzial unausgelastet vorzuhalten.
Die momentane Situation fordert eine außerordentlich flexible Zusammenarbeit aller Beteiligten. Autobauer und Zulieferer haben heute in der Entwicklungs- und Produktionsauslastung mit extremen Schwankungen zu kämpfen. Ein großer Teil der Wertschöpfung findet ja in den vorgelagerten Betrieben und bei deren Unterlieferanten statt. Die Akteure müssen lernen, in flexibler Kooperation Kapazitätsspitzen abzudecken ohne Entwicklungs- und Produktionspotenzial unausgelastet vorzuhalten.
Was bedeutet das für die Entwicklung neuer Fahrzeugkonzepte oder Detaillösungen durch Zulieferer und Hersteller?
Die stärkere Flexibilisierung gilt für alle Entwicklungsprozesse. An nahezu allen Komponenten arbeiten Hersteller, Zulieferer und Unterlieferanten heute gemeinsam. Dazu müssen die Autobauer ihre Zulieferer frühzeitig in den Entwicklungsprozess einbinden – zum Teil schon in der Konzeptionsphase. Die Zulieferer wiederum geben einen stärker steigenden Anteil der Entwicklungsaufgaben an externe Entwicklungsdienstleister ab. Es macht einfach mehr Sinn, sich nicht alle Kapazität selbst ans Bein zu binden, sondern fixkostenträchtige Entwicklungskapazitäten zu poolen. Das Porsche-Flexibilitäts-Konzept ist hier die Blaupause. Damit sind wir in der Lage, flexible Entwicklungsnetzwerke zu schaffen. Deren Projektgruppen setzen sich über Firmen- und Ländergrenzen hinweg immer wieder neu zusammen.
Die stärkere Flexibilisierung gilt für alle Entwicklungsprozesse. An nahezu allen Komponenten arbeiten Hersteller, Zulieferer und Unterlieferanten heute gemeinsam. Dazu müssen die Autobauer ihre Zulieferer frühzeitig in den Entwicklungsprozess einbinden – zum Teil schon in der Konzeptionsphase. Die Zulieferer wiederum geben einen stärker steigenden Anteil der Entwicklungsaufgaben an externe Entwicklungsdienstleister ab. Es macht einfach mehr Sinn, sich nicht alle Kapazität selbst ans Bein zu binden, sondern fixkostenträchtige Entwicklungskapazitäten zu poolen. Das Porsche-Flexibilitäts-Konzept ist hier die Blaupause. Damit sind wir in der Lage, flexible Entwicklungsnetzwerke zu schaffen. Deren Projektgruppen setzen sich über Firmen- und Ländergrenzen hinweg immer wieder neu zusammen.
Wie überbrücken Entwicklungsteams die geografischen Entfernungen zwischen ihren Mitgliedern?
Die Mitglieder stehen in ständigem Kontakt, um Entwicklungsergebnisse auszutauschen und Projektdetails weiter zu entwickeln. Teammitglieder in unterschiedlichen Zeitzonen arbeiten im dauerhaften Fluss rund um den Globus an den gleichen Dokumenten. Es ist daher wichtig, dass die Teamkollegen einander zuarbeiten und sich mit den aktuellen Versionen versorgen. Außerdem brauchen sie Gelegenheiten, um Fragen stellen zu können. Die virtuelle Kollaboration über flexible IT-Oberflächen erleichtert die Zusammenarbeit. Persönliche Treffen der Teams sind zwar gelegentlich unerlässlich, können aber durch virtuelle Plattformen minimiert und sinnvoll ergänzt werden. Denn Fehler in der Entwicklung sind enorm kostspielig und können im schlimmsten Fall Rückrufe oder Produktionsverschiebungen auslösen.
Die Mitglieder stehen in ständigem Kontakt, um Entwicklungsergebnisse auszutauschen und Projektdetails weiter zu entwickeln. Teammitglieder in unterschiedlichen Zeitzonen arbeiten im dauerhaften Fluss rund um den Globus an den gleichen Dokumenten. Es ist daher wichtig, dass die Teamkollegen einander zuarbeiten und sich mit den aktuellen Versionen versorgen. Außerdem brauchen sie Gelegenheiten, um Fragen stellen zu können. Die virtuelle Kollaboration über flexible IT-Oberflächen erleichtert die Zusammenarbeit. Persönliche Treffen der Teams sind zwar gelegentlich unerlässlich, können aber durch virtuelle Plattformen minimiert und sinnvoll ergänzt werden. Denn Fehler in der Entwicklung sind enorm kostspielig und können im schlimmsten Fall Rückrufe oder Produktionsverschiebungen auslösen.
Welche Perspektiven ergeben sich für die Zusammenarbeit zwischen den Herstellern und den Zulieferern?
Nicht nur die Produktion, sondern auch die Entwicklungsarbeit leisten Hersteller, Zulieferer und Unterlieferanten heute im Verbund. Sie bilden dazu einen Pool ihrer gemeinsamen Entwicklungs- und Produktionskapazitäten. Alle Brachenteilnehmer können bei Bedarf auf diesen Pool zugreifen. Die beteiligten Firmen nutzen diese vielseitigen Strukturen, um die Herausforderungen der aktuellen Krise zu bewältigen. Ich bin sicher, dass ein immer größerer Teil der gesamten Wertschöpfung in solchen flexiblen Konstellationen erfolgen wird. Eine erfolgreiche Zukunft, braucht flexible Entwicklungsstrukturen einschließlich der dazu korrespondierenden Kommunikationslösungen.
Nicht nur die Produktion, sondern auch die Entwicklungsarbeit leisten Hersteller, Zulieferer und Unterlieferanten heute im Verbund. Sie bilden dazu einen Pool ihrer gemeinsamen Entwicklungs- und Produktionskapazitäten. Alle Brachenteilnehmer können bei Bedarf auf diesen Pool zugreifen. Die beteiligten Firmen nutzen diese vielseitigen Strukturen, um die Herausforderungen der aktuellen Krise zu bewältigen. Ich bin sicher, dass ein immer größerer Teil der gesamten Wertschöpfung in solchen flexiblen Konstellationen erfolgen wird. Eine erfolgreiche Zukunft, braucht flexible Entwicklungsstrukturen einschließlich der dazu korrespondierenden Kommunikationslösungen.
Herr Professor Dudenhöffer, vielen Dank für das Gespräch.


