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„Individueller auf Kinder eingehen“
24. Juli 2009
Professor Wilfried Hendricks, Gründer und Leiter des IBI-Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft an der Technischen Universität Berlin, und „Erfinder“ des Deutschen Bildungsmedien-Preises „digita“ zu multimedialen Lernsystemen und ihrem Einsatz in Bildungseinrichtungen oder für private Zwecke.

Wie wichtig sind multimediale Lernsysteme für den Erfolg von Schulen, Lehrern und auch Schülern?
Im Gegensatz zu den klassischen Methoden im Unterricht können Lehrer mit multimedialer Unterstützung individueller auf Kinder und Jugendliche eingehen. Weiterhin bieten multimediale Lernsysteme mehr Freiheiten, sich selbstständig zu informieren und das eigene Wissen weiterzuentwickeln. Lehrer können dieses eigenständige Lernen als „Supervisor“ begleiten und gegebenenfalls eingreifen, damit sich Schüler nicht in die falsche Richtung verrennen. Generell kann man feststellen, dass das Potenzial, multimedial zu lernen, deutlich angewachsen ist, so dass Jugendliche heutzutage in der Lage sind, die digitalen Systeme zu nutzen.
Im Gegensatz zu den klassischen Methoden im Unterricht können Lehrer mit multimedialer Unterstützung individueller auf Kinder und Jugendliche eingehen. Weiterhin bieten multimediale Lernsysteme mehr Freiheiten, sich selbstständig zu informieren und das eigene Wissen weiterzuentwickeln. Lehrer können dieses eigenständige Lernen als „Supervisor“ begleiten und gegebenenfalls eingreifen, damit sich Schüler nicht in die falsche Richtung verrennen. Generell kann man feststellen, dass das Potenzial, multimedial zu lernen, deutlich angewachsen ist, so dass Jugendliche heutzutage in der Lage sind, die digitalen Systeme zu nutzen.
Lehrer tun sich aber schwer mit dem Einsatz solcher Systeme.
Viele Lehrer tun sich schwer, von ihrem konventionellen didaktischen Konzept Abstand zu nehmen. Dies liegt daran, dass Lehrer sich selbst neu orientieren müssen, da sie bisher nicht im nennenswerten Umfang für den Einsatz multimedialer Lernsysteme ausgebildet werden. Diese Kompetenz muss sich zurzeit noch jeder Lehrer selbst oder über Lehrerfortbildung aneignen. Staatliche Angebote hierzu sind leider nicht ausreichend vorhanden, obwohl es schon 1983 die ersten Modellversuche zur Nutzung von Computern in der Schule gab. Aber noch immer ist Lernen mit digitalen Medien keine Massenbewegung, und offensichtlich wird der Ausbau der IT-Struktur auch in den Konjunkturpaketen nicht hinreichend berücksichtigt.
Viele Lehrer tun sich schwer, von ihrem konventionellen didaktischen Konzept Abstand zu nehmen. Dies liegt daran, dass Lehrer sich selbst neu orientieren müssen, da sie bisher nicht im nennenswerten Umfang für den Einsatz multimedialer Lernsysteme ausgebildet werden. Diese Kompetenz muss sich zurzeit noch jeder Lehrer selbst oder über Lehrerfortbildung aneignen. Staatliche Angebote hierzu sind leider nicht ausreichend vorhanden, obwohl es schon 1983 die ersten Modellversuche zur Nutzung von Computern in der Schule gab. Aber noch immer ist Lernen mit digitalen Medien keine Massenbewegung, und offensichtlich wird der Ausbau der IT-Struktur auch in den Konjunkturpaketen nicht hinreichend berücksichtigt.
Es fehlt also an der generellen Bereitschaft der Lehrer, multimediale Lernmethoden anzunehmen?
So allgemein kann man das nicht sagen. Die Lehrer, die multimediales Lehren und Lernen kennen und bereits mit entsprechenden Systemen arbeiten, gehen mit Begeisterung an die neuen Technologien heran. Die Lehrer ohne diese Kenntnis wissen nichts oder nur wenig damit anzufangen. Ein Know-how-Transfer zwischen den beiden Gruppen könnte als Fortbildung in Form von Peercoaching/Peerlearning stattfinden. Unterstützung durch Kollegen innerhalb der Lehrerschaft ist allerdings nicht jedermanns Sache. Wichtig ist hierbei die Kultur der jeweiligen Schulen.
So allgemein kann man das nicht sagen. Die Lehrer, die multimediales Lehren und Lernen kennen und bereits mit entsprechenden Systemen arbeiten, gehen mit Begeisterung an die neuen Technologien heran. Die Lehrer ohne diese Kenntnis wissen nichts oder nur wenig damit anzufangen. Ein Know-how-Transfer zwischen den beiden Gruppen könnte als Fortbildung in Form von Peercoaching/Peerlearning stattfinden. Unterstützung durch Kollegen innerhalb der Lehrerschaft ist allerdings nicht jedermanns Sache. Wichtig ist hierbei die Kultur der jeweiligen Schulen.
Es gehört generell zu den Aufgaben der Schule, eine Medienentwicklungsplanung vorzunehmen, in der u. a. sämtliche Medien als Werkzeuge des Lernens eingeplant werden. Sind in der Schulleitung innovativ eingestellte Personen tätig, die klar erkennen, was sie tun müssen und mit einem verständlichen Konzept darstellen, was notwendig ist und was die Schule mit einer nachvollziehbaren Medienentwicklungsplanung erreichen will, haben sie größere Chancen, die benötigten Gelder von den verantwortlichen Schulträgern genehmigt zu bekommen.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Der technische Support für die IT-Infrastruktur in den Schulen muss durch externe Dienstleister sichergestellt sein. Lehrer sollten nicht als Techniker agieren müssen; dazu sind sie einerseits in der Regel nicht hinreichend qualifiziert und andererseits zu teuer.

