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Testphase für rechtsverbindliche E-Mail
8. Oktober 2009
De-Mail aus Friedrichshafen: Die Stadt am Bodensee darf als erste die Vorzüge rechtlich verbindlicher elektronischer Post nutzen.

Die meisten Menschen nutzen heute für ihre schriftliche Kommunikation fast ausschließlich E-Mails. Doch die schnelle Kommunikation via Internet endet immer dann, wenn es offiziell wird: Ohne persönliche Unterschrift gibt es keinen Vertragsabschluss und auch der Gang zur Behörde gehört nach wie vor zum Pflichtprogramm. De-Mail verknüpft die Vorzüge der E-Mail mit der Sicherheit eines Einschreibens. T-Systems und T-Home haben das Bundesinnenministerium mit weiteren Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung dabei unterstützt, den neuen Standard zu konzipieren und zu entwickeln.
Die De-Mail soll laut einer Gesetzesinitiative ab kommendem Jahr rechtsverbindlich sein. Die neue Art der Online-Kommunikation ist deutlich sicherer als die E-Mail, da die Inhalte unter anderem mit einem Verschlüsselungsverfahren (SSL) gegen Abfangen und Mitlesen geschützt sind. Wer die Vorteile elektronischer Einschreiben in Anspruch nehmen will, muss sich online für sein persönliches De-Mail-Konto anmelden und mittels ausgedrucktem Antrag und Personalausweis identifizieren lassen.
Zeit und Wege sparen
Die T-City, Zukunftswerkstatt der Deutschen Telekom und der Stadt Friedrichshafen, verfügt über eine ausgebaute Breitbandinfrastruktur. Daher entschieden sich die Pilotpartner, De-Mail hier zu testen. Bürger, Unternehmen und öffentliche Verwaltung der Bodenseestadt können im Rahmen des sechsmonatigen Pilotprojekts den neuen Service kostenlos ausprobieren.

