Sie sind hier:
Henkel und T-Systems
Ende vergangenen Jahres verlängerte Henkel seinen ICT-Rahmen- vertrag mit T-Systems um weitere drei Jahre. Bis 2010 wird somit die seit 1992 existierende Partnerschaft fortgeführt, wobei das Auftrags- volumen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich liegt. Neben den schon bestehenden ICT-Dienstleistungen wie Desktop-, Computing- und Network-Services sollen insbesondere innovative Technologien die Wettbewerbsfähigkeit von Henkel weiter stärken.
Projects: Henkel
Rein in die Zukunft
Internet und ortsbezogene Handy-Dienste bieten dem Marketing eine gänzlich neue Kundenansprache. Davon ist auch der Weltkonzern Henkel überzeugt.
„Das ist ein tolles Blond“, denkt sich Silke Weber und fotografiert mit ihrer Handy-Kamera einen Barcode auf dem Werbeplakat. Noch ein Klick und das Display zeigt die Produktinformationsseite von „Poly Live“ an, einer Haartönung aus der Kosmetiksparte des Henkel-Konzerns. Webers Mobiltelefon präsentiert nun einen Stadtplan und die nächste Drogerie, in der die gesuchte Tönung zu kaufen wäre.
Solche Lösungen für Werbung von Morgen stellte T-Systems Anfang März mit anderen Ausstellern in Düsseldorf vor. Der weltweit agierende Konsumgüterkonzern Henkel hatte dazu eingeladen. Als Hersteller weltbekannter Marken wie Pritt, Pril und Persil weiß Henkel, wie wichtig Innovationen für den Erfolg sind: Seit der Markteinführung 1907 wurde das Traditionspulver Persil immer wieder optimiert. Unvergessen bleibt die dazugehörige Werbekampagne – mit der weißen Persil-Dame der 1920er Jahre oder der aus dem Fernsehen bekannte Claim „Persil – da weiß man, was man hat.“
Interaktivität statt Berieselung
Heute machen Internet, Handy und IP-TV dem Fernsehspot Konkurrenz. „TV-Werbung sendet als Einbahnstraße“, weiß Sibylle Westermann, Global Account Managerin Henkel bei T-Systems. Die Zukunft heißt Interaktivität und Mobilität. Schon jetzt nutzt Henkel Internet und Podcast als Marketingtools. Noch weitere Kommunikationsformen könnten dazukommen: die Handy-Services „Contigo“ sowie „Qiro“, entwickelt von T-Systems in Zusammenarbeit mit dem konzerneigenen Forschungs- und Entwicklungszentrum der Deutschen Telekom – den T-Laboratories.
Contigo verwandelt das Foto-Handy in einen elektronischen Einkaufszettel. Der Kunde fotografiert den Barcode einer Produktanzeige, worauf ihm Produktinformationen oder Filme gezeigt werden. Ein weiterer Klick und der Artikel landet im virtuellen Einkaufskorb. Denkbar wären auch neue Formen von Produktbeilegern – moderne Give-Aways: „Man könnte mit einem Barcode auf der Innenseite einer Verpackung einen Promotion-Song exklusiv zum Herunterladen anbieten“, erklärt Westermann.
Interaktive Karten und Coupons locken ins Geschäft
Noch interessanter wird Contigo mit dem ortsbezogenen Mobildienst Qiro. Der zeigt auf dem Handy einen Stadtplan mit den Geschäften in der Nähe, die das Produkt führen. „Gleichzeitig wird dem Kunden ein Coupon übermittelt, der ihm Rabatt gewährt, wenn er heute einkauft.“ Auch im Geschäft geht der Kundendialog weiter: Dank "In-Store Communication" kann sich der Kunde an einem Terminal den Gutschein ausdrucken und erfährt, wo sich die Ware befindet und wie viel sie kostet.
„Die Henkel IT Innovation Fair war mit der dort gezeigten Verbindung von Business und Technologie ein voller Erfolg“, urteilt Ulrich Kelm, Innovationsmanager bei Henkel. Schon im Laufe des Jahres wäre Contigo möglich. Und Qiro läuft als Prototyp unter www.myqiro.de.
Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Print-Ausgabe.

