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Outsourcing
Menschen im Mittelpunkt
28. Juli 2010
Dr. Matthias Schuster, Geschäftsführer Human Resources bei T-Systems, spricht über die menschliche Seite von ICT-Outsourcing-Projekten.

Herr Schuster, seit 2008 haben 5.000 Mitarbeiter im Rahmen von Outsourcing-Projekten die Seite gewechselt – vom Kunden zur T-Systems. Warum ist das mehr als ein formaler Akt?
Für uns sind die neuen Mitarbeiter sehr wertvoll, da mit ihnen viel Know-how ins Haus kommt. Schließlich wechseln sie von unserem Kunden zu uns und kennen die Abläufe ihres vorherigen Arbeitgebers ganz genau. Dies erleichtert insbesondere in der Transitionphase die Zusammenarbeit natürlich sehr. Oft übernehmen wir hoch qualifizierte Spezialisten, die wir später auch in anderen Projekten einsetzen können. Für uns stellt die Übernahme also auch eine Form von Rekrutierung dar. Zudem nehmen wir wahr, dass der überwiegende Teil der Wechsler hoch motiviert ist. Sie erkennen, dass sie bei einem ICT-Spezialisten ganz neue Entwicklungs- und Karrierechancen bekommen.
Für uns sind die neuen Mitarbeiter sehr wertvoll, da mit ihnen viel Know-how ins Haus kommt. Schließlich wechseln sie von unserem Kunden zu uns und kennen die Abläufe ihres vorherigen Arbeitgebers ganz genau. Dies erleichtert insbesondere in der Transitionphase die Zusammenarbeit natürlich sehr. Oft übernehmen wir hoch qualifizierte Spezialisten, die wir später auch in anderen Projekten einsetzen können. Für uns stellt die Übernahme also auch eine Form von Rekrutierung dar. Zudem nehmen wir wahr, dass der überwiegende Teil der Wechsler hoch motiviert ist. Sie erkennen, dass sie bei einem ICT-Spezialisten ganz neue Entwicklungs- und Karrierechancen bekommen.
Wie viele Mitarbeiter sind denn in den vergangenen fünf Jahren zu T-Systems gewechselt?
Wir konnten besonders 2008 und 2009 einige große Neukunden gewinnen und haben daher fast 5.000 Mitarbeiter übernommen. In dieser Größenordnung war das auch für uns eine neue Erfahrung. Wir haben viel gelernt und unsere Methodik zur Integration der neuen Mitarbeiter immer weiter verfeinert. Die Rückmeldungen unserer Kunden und insbesondere der neuen Kollegen sind fast durchweg positiv.
Wir konnten besonders 2008 und 2009 einige große Neukunden gewinnen und haben daher fast 5.000 Mitarbeiter übernommen. In dieser Größenordnung war das auch für uns eine neue Erfahrung. Wir haben viel gelernt und unsere Methodik zur Integration der neuen Mitarbeiter immer weiter verfeinert. Die Rückmeldungen unserer Kunden und insbesondere der neuen Kollegen sind fast durchweg positiv.
Schlägt sich das auch in Zahlen nieder?
Wir können sagen, dass bisher nur die wenigsten Wechsler zurück zum Kunden wollten. Die Zufriedenheit ist durchweg hoch, obwohl die Situation für den Einzelnen einen Einschnitt bedeutet, den manche anfänglich mit viel Skepsis betrachten. Nur drei Prozent der neuen Mitarbeiter haben uns innerhalb der ersten zwei Jahre wieder verlassen, nach fünf Jahren sind es lediglich rund fünf Prozent. Ich finde, dies ist eine Topquote, wenn Sie bedenken, dass wir viele qualifizierte Kollegen bekommen, die auch auf dem freien Markt sehr gefragt sind.
Wir können sagen, dass bisher nur die wenigsten Wechsler zurück zum Kunden wollten. Die Zufriedenheit ist durchweg hoch, obwohl die Situation für den Einzelnen einen Einschnitt bedeutet, den manche anfänglich mit viel Skepsis betrachten. Nur drei Prozent der neuen Mitarbeiter haben uns innerhalb der ersten zwei Jahre wieder verlassen, nach fünf Jahren sind es lediglich rund fünf Prozent. Ich finde, dies ist eine Topquote, wenn Sie bedenken, dass wir viele qualifizierte Kollegen bekommen, die auch auf dem freien Markt sehr gefragt sind.
Wie stellen sich diese Zahlen im Vergleich zur gesamten T-Systems dar?
Wir verzeichnen generell eine geringe Fluktuationsrate, insofern unterscheiden sich die Werte kaum. 2009 hatten wir zum Beispiel nur eine Fluktuation von rund vier Prozent insgesamt. Oder nehmen Sie die durchschnittliche Beschäftigungszeit, die liegt bei T-Systems bei fast 17 Jahren. Auch dies ist ein Indiz dafür, dass die Mitarbeiter sich hier wohlfühlen.
Wir verzeichnen generell eine geringe Fluktuationsrate, insofern unterscheiden sich die Werte kaum. 2009 hatten wir zum Beispiel nur eine Fluktuation von rund vier Prozent insgesamt. Oder nehmen Sie die durchschnittliche Beschäftigungszeit, die liegt bei T-Systems bei fast 17 Jahren. Auch dies ist ein Indiz dafür, dass die Mitarbeiter sich hier wohlfühlen.
Wie schaffen Sie es in der Personalabteilung, wenn plötzlich Hunderte neuer Mitarbeiter auf einen Schlag dazu kommen?
Wir haben spezielle Projektteams aufgebaut, die den Übernahmeprozess kontinuierlich begleiten und dabei ihre gesamte Kompetenz und Erfahrung einbringen. Schon in der Angebotsphase sind sie in den Projekten eingebunden. Diese Teams sind höchst engagiert und mit viel Leidenschaft bei der Sache – und sie bringen höchsten Respekt vor den zukünftigen Kollegen und ihren Aufgaben mit. Menschen, die vor einem nicht selbst gewählten Wechsel stehen, sind skeptisch, haben vielleicht sogar Angst. Daher gilt es zunächst, Vertrauen aufzubauen. Dies unterstützen wir auch dadurch, dass vor Ort, also beim zukünftigen Kunden, ein Projektteam bereitsteht.
Wir haben spezielle Projektteams aufgebaut, die den Übernahmeprozess kontinuierlich begleiten und dabei ihre gesamte Kompetenz und Erfahrung einbringen. Schon in der Angebotsphase sind sie in den Projekten eingebunden. Diese Teams sind höchst engagiert und mit viel Leidenschaft bei der Sache – und sie bringen höchsten Respekt vor den zukünftigen Kollegen und ihren Aufgaben mit. Menschen, die vor einem nicht selbst gewählten Wechsel stehen, sind skeptisch, haben vielleicht sogar Angst. Daher gilt es zunächst, Vertrauen aufzubauen. Dies unterstützen wir auch dadurch, dass vor Ort, also beim zukünftigen Kunden, ein Projektteam bereitsteht.


