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Serie Experteninterviews zu Mitarbeiterübergang

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Outsourcing

Menschen im Mittelpunkt – Teil 2

28. Juli 2010

Was zeichnet denn das Übernahmekonzept von T-Systems gegenüber anderen aus?
Ich kann nur von unseren Konzepten sprechen und die halte ich für vorbildlich. Das liegt vor allem daran, dass wir die Menschen in den Mittelpunkt stellen. Natürlich haben wir als Rahmen eine standardisierte Vorgehensweise entwickelt, die die Abläufe und rechtlichen Bedingungen abdeckt, doch wir arbeiten nicht nur mit „Fertigbausteinen“. Bei jedem Kunden treffen wir auf eine individuelle Ausgangslage, auf die wir dann unsere Methodik zuschneiden. Da wir meist internationale Outsourcing-Projekte durchführen, haben wir es auch immer mit unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen zu tun. Natürlich arbeiten wir in der Übergangsphase immer Hand in Hand mit dem bisherigen Arbeitgeber. Auch das schafft Vertrauen.
Wie sieht denn das Maßnahmenpaket im Einzelnen aus?
Wir führen zum Beispiel zu Beginn des neuen Arbeitsverhältnisses Informationsveranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durch. Ganz früh beginnen wir auch mit Einzelgesprächen, in denen wir die Vertragskonditionen besprechen. Nachdem diese Grundlagen gelegt sind und wir Vertrauen aufgebaut haben, folgen Trainings, in denen die neuen Kollegen Arbeitsalltag und Abläufe bei T-Systems kennenlernen. Wie buche ich eine Geschäftsreise? Wie rechne ich Spesen ab? Prozesse also, die bei uns wahrscheinlich anders aussehen als beim vorherigen Arbeitgeber. Natürlich lernen die Mitarbeiter auch ihren späteren Arbeitsplatz kennen, etwa mit welchen IT-Systemen sie arbeiten werden. Ziel ist es, die neuen Kollegen schnell zu integrieren und ihnen so bald wie möglich Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Gibt es für die neuen Mitarbeitern attraktive Perspektiven bei T-Systems?
Ein reiner ICT-Dienstleister bietet ICT-Fachkräften immer ein breiteres Spektrum für die eigene Weiterentwicklung. Wir haben dafür ein spezielles Entwicklungsprogramm aufgelegt. Dazu kommt, dass es bei uns mehr Möglichkeiten gibt, eine Karriere im Management anzustreben. Schließlich haben wir 46.000 Mitarbeiter und damit weitaus mehr Führungspositionen zu besetzen als in einer mehr oder weniger großen IT-Abteilung. Unser Programm für die Manager von morgen heißt „Step up“. Schließlich betreuen wir Kunden weltweit und haben in mehr als 20 Ländern eigene Standorte. Es bieten sich also auch Chancen, für uns auf internationaler Ebene tätig zu werden.
Gibt es auch Stolpersteine beim Übergang von Mitarbeitern? Outsourcing läuft ja nicht immer problemlos ab.
Die Herausforderung liegt überwiegend auf Seiten des Dienstleisters. Wie überall im Leben, ist Dialog ein entscheidender Punkt. Wer nicht oder zu wenig miteinander spricht, wird nicht verstanden, provoziert Unverständnis und Gerüchte. Dies betrifft besonders die Sorgen und Ängste der neuen Mitarbeiter. Denn sie werden mit einer Management-Entscheidung und Tatsachen konfrontiert, auf die sie keinen Einfluss haben. Daher spielt Transparenz eine entscheidende Rolle.
Weitere Fehler können während und nach der Integrationsphase passieren. Denn es dauert eine Zeit, bis neue Mitarbeiter zu 100 Prozent angekommen sind. Daher darf man den Dialog nicht zu früh abbrechen. Ganz wichtig ist die bestehende Mannschaft. Sie muss die Neuen ohne Vorurteile herzlich aufnehmen. Auch im Sport sind nur die Teams erfolgreich, die die neuen Teammitglieder vorbehaltlos integrieren. Ein hervorragendes Beispiel dafür war die deutsche Nationalmannschaft während der Fußball-WM. Es war nicht zu übersehen: Bei ihnen stimmte der Teamgeist.

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Outsourcing: Deutsche Post/DHL

Vom vertrauten Neuen.
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