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Serie Experteninterviews zu Mitarbeiterübergang

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Outsourcing

„Es war einfach klasse“

3. August 2010

Interview mit Dr. Christian Müller, Vice President, Konditionen/Tarifpolitik/Mitbestimmung IT Brief Deutsche Post AG und Hans Fabian, Vice President, IT Brief/IT Service Delivery Deutsche Post AG.
Herr Fabian, in jüngster Zeit gab es zwei Outsourcing-Projekte mit T-Systems mit Mitarbeiterwechsel von der Deutschen Post zum ICT-Dienstleister. Waren sie auch mit Standortverlagerungen verbunden?
Fabian: T-Systems hat vier Standorte der IT Services GmbH von uns übernommen. Dabei sind 216 Kollegen zum neuen Arbeitgeber gewechselt. Bei diesem Wechsel handelte es sich um gesetzliche Betriebsübergänge nach Paragraf 613a des Bürgerlichen Gesetzbuches, der die Rechte und Pflichten eines Betriebsübergangs definiert.
Müller: Der zweite Vertrag betraf Mitarbeiter der Deutsche Post IT Brief GmbH. Die Ausgangssituation war etwas komplexer. Hier sind 101 Kollegen gewechselt – einerseits auf Basis von 613a, andererseits gab es auch Mitarbeiterwechsel auf Grundlage einzelvertraglicher Angebote. Es sind teilweise ganze Teams zu T-Systems gewechselt, aber auch Mitarbeiter mit speziellen Teilaufgaben.
Mussten die Mitarbeiter Standorte wechseln?
Müller: Es ist uns gelungen, dass die ehemaligen Kollegen an ihren jeweiligen Arbeitsorten bleiben konnten. Das sind beispielsweise Darmstadt, Bonn oder Dresden. Die Mitarbeiter in Darmstadt arbeiten jetzt nur wenige hundert Meter entfernt von ihrem bisherigen Arbeitsplatz
Haben sich ihre Erwartungen in die beiden Outsourcing-Projekte erfüllt?
Fabian: Wir haben uns versichern lassen, dass die ehemaligen Kollegen ihre bisherigen Aufgaben mitnehmen und sie zunächst Eins zu Eins weiterführen. Es ist bei Outsourcing-Projekten normal, dass nicht alles sofort reibungslos läuft. Doch wir sind auf dem Weg, die gewünschte Qualität zu erreichen. Das umfassende Reporting gibt uns die Möglichkeit, Schwachstellen zeitnah zu identifizieren und gemeinsam mit T-Systems Schritt für Schritt zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass dann die Qualität gegenüber dem früheren Eigenbetrieb nach der Anfangsphase steigen wird.
Wie bewerten Sie die personelle Seite des Outsourcings? Ist sie geglückt?
Müller: Wir hatten von Beginn an einen sehr guten Eindruck davon, wie T-Systems das angepackt hat. Der Übergang der Mitarbeiter wurde sehr professionell vorbereitet und begleitet. Der Auftritt des T-Systems-Teams war einfach klasse. Es fand ein ständiger Austausch zwischen allen Beteiligten statt. Uns ist sehr positiv aufgefallen, dass den Mitarbeitern sehr viel Wertschätzung entgegengebracht wurde.
Hatten Sie den Eindruck, dass es über das Pflichtprogramm hinausging?
Fabian: Die menschliche Seite war sehr überzeugend. Schließlich ging es hier für viele Kollegen um einen Arbeitgeberwechsel. Da spielt auch eine Portion Skepsis mit. Ich habe es in meiner beruflichen Vergangenheit quasi am eigenen Leib anders erlebt. Damals wurde der neue Arbeitsvertrag hingelegt, unterschrieben und eingegliedert. Das war’s.

Serie Mitarbeiterübergang

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Outsourcing: Deutsche Post/DHL

Vom vertrauten Neuen.
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